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by - Sonntag, Januar 29, 2017



8. Klasse, 12. Schulstufe. Die Schüler warten gespannt auf den Abschluss, den sie zuerst nach diesem Schuljahr positiv abschließen müssen und schon sind sie dem Stress los. Ist zwar harte Arbeit und fordert auch Stress, aber eines Tages kann man sich auf die Schulter klopfen und denken: "Das habe ich gut gemeistert!". Für mich ist es allerdings kein Spaß und ich bin das komplette Gegenteil, wenn ich eine Person bin, die nie irgendwas auf die Reihe kriegt.

Für diejenigen, die keine Ahnung haben, was eine vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) ist, können hier klicken und mehr Infos holen, denn ich bin sehr schlecht, was das Erklären betrifft. Sorry, I'll be better the next time…

Jetzt tauchen Fragen auf wie "Wie? Du willst jetzt alles aufgeben? Du hast ja noch bis Mitte Februar Zeit!" (ob die Deadline an verschiedenen Schulen unterschiedlich ist, weiß ich nicht so genau) oder "Geh bitte! Die Arbeit hast du in zwei Tagen fertig. Du musst sie nur zum Schluss fein justieren, aber das schaffst du bestimmt." Aber so eine Aufgabe wie diese hier kriegt man nicht in wenigen Tagen gebacken und es ist nicht leichter als gedacht, im Gegenteil! Es kostet sehr viel Zeit sowohl für die Suche nach Literatur, als auch das Schreiben.

Die Gründe, warum ich den ganzen Spaß heuer nicht erledigen werde, sind die hier:

➺ Es ist eine Riesenbelastung für meine Psyche!

Ich weiß nicht, wie ihr mit Stress bzw. Überforderung klar kommt, aber ich schaffe es nicht! Ich hab permanent nach Lösungen zu meinen Problemen gesucht, aber nichts gefunden. Tests, Schularbeiten (oder eben Klausuren in Deutschland - wir verwenden den Begriff im Sinne der schriftlichen Reife-/ Abschlussprüfungen), Referate und dann noch die VWA zu schreiben ergibt alles zusammen Druck, mental breakdowns und die totale Angst zu versagen! Es hieß ja oft, dass Frauen im Multitasking besser sind als Männer, aber ich bin leider nicht wie die anderen. Ja, auch ich habe Versagensängste. Ihr kennt es bestimmt, wenn ihr weder eure Eltern, noch euch selber enttäuschen wollt. Ihr wollt das Beste aus euch machen, aber ihr schafft es nicht, ihr schafft es einfach nicht. Stattdessen machen wir uns Vorwürfe wie "Warum habe ich nicht früher angefangen?" oder "Was soll's? Diese ganzen Leute - meistens sind es Lehrer - hatten recht. Ich schaffe das nie bis Winter!". Auch ich hatte und habe noch immer damit zu rechnen, dass ich die Arbeit nicht fertig schreiben werde und kann. Zuerst einen Betreuer zu haben, dem es - umgangssprachlich gesagt - "eh schon ziemlich wurscht ist" und jetzt habe ich eine Betreuerin, die mich davon abhält, an mich zu glauben, nur weil ich "chaotisch" sei? Na gut, jetzt steht es 1:0 für sie. Ich habe es satt, an mich zu glauben! Aber ich möchte nicht schon wieder allein in einer Ecke sitzen und weinen!

➺ Ich habe mir zu viel Zeit gelassen.


Auch ein Riesenfehler unter allen, die prokrastinieren. Klar, man hätte in den Sommerferien was anfangen können. Zu dumm, wenn man aber auf Urlaub war und während der An- und Abreise ins Fettnäpfchen geraten ist. Sei es man hat den Flug versäumt, der Flug hat sich verspätet (Okay, das wäre halb so schlimm), man findet sein Gepäck nicht oder man hat sie verwechselt. Doch ich persönlich finde, dass der Urlaub eben dazu da ist, um sich frei vom Schul-, Arbeits- oder Unistress zu machen und den Kopf abzuschalten. Auch das hat leider nicht funktioniert. Stattdessen spürte ich eine Art "Verfolgungswahn", was mit dem ersten Grund zusammenhängt. Ich habe mir zu viel Zeit gelassen, eine Riesenaufgabe bis zum Geht-Nicht-Mehr aufgeschoben! So kenne ich mich eigentlich gar nicht. Wenn es was zu erledigen gibt, dann setze ich sie auch um, egal was kommen mag. Auch in den "Herbstferien" die dank der Schule heuer abgeschafft wurde, was keine so gute Idee war, konnte ich nicht dran feilen, weil die Tage zu kurz waren und in wenigen Tagen etliche Prüfungen auf mich zugekommen waren. Es wäre in den Weihnachtsferien eine Chance; nicht wenn man eine "Winterdepression" hat…

➺ Motivationsmangel!


Ist nicht wirklich ein Grund dafür, warum ich die Arbeit erst im September abgeben werde, aber ich habe ein Problem, wenn ich mich motivieren muss. Ich werde häufig gefragt, wie ich mich beim Lernen motivieren kann, aber ich hab leider keine Antworten, denn es ist auch für mich nicht einfach. Auch ich brauche jemanden, der mir in den Hintern tritt, damit ich endlich anfangen kann. Dasselbe gilt auch, wenn ich vorhabe, für einen Test lernen zu müssen, damit ich nicht am Ende an einem Nervenzusammenbruch leide. 

➺ Noch nicht bereit für die Präsentation und Diskussion im März.


Zusätzlich muss die Arbeit nach der Abgabe präsentiert werden. Es ist einem Referat ähnlich, nur sitzt eine ganze Kommission aus Betreuer, Klassenlehrer, Direktor, Vorsitz und noch ein paar wichtige Menschen. Freunde, Familie und Bekannte dürfen dir zusehen. Ich werde mit Albträumen geplagt, in denen ich davor und währenddessen weinend zusammenbreche, weil ich Angst hatte. Angst vor dem Stottern, Grammatikfehlern, Fehlern generell und vor allem keine Fragen beantworten zu können! 


Was ich vergessen habe zu ergänzen ist, dass die Matura bei uns aus drei Säulen besteht:
  • die vorwissenschaftliche Arbeit 
  • schriftliche Reifeprüfung 
  • mündliche Reifeprüfung 
Diese drei Säulen sind unabhängig voneinander, d.h. wenn ihr beispielsweise die Arbeit nicht abgebt oder eine negative Note bekommt, könnt ihr trotzdem zur Matura antreten. Aber nur, wenn ihr die letzte Schulstufe/Klasse geschafft habt natürlich.

Ich möchte nicht sagen, es sei eine gute Idee, alles aufzugeben und im Herbst das Spiel neuzustarten. Das Wichtigste ist, dass ihr wisst, was für euch richtig ist. Solang ihr im guten Weg seid, werdet ihr es schaffen!

Viel Erfolg wünscht euch

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